Die Top-5 (falschen) Argumente gegen Deine eigene Homepage - Teil 2

Im ersten Teil meiner Blog-Reihe habe ich mir die ersten zwei von den Top-5 vermeintlichen Gründen, die gegen Deine eigene Homepage sprechen, angesehen: "Ich kann das gar nicht!" und "Das ist zu teuer!". Heute geht es nun weiter mit den nächsten beiden Argumenten. Mal schauen, ob diese mehr Bestand haben.

3. Ich mache das alles über Facebook

Teil 2: Fünf falsche Argumente gegen Deine eigene Homepage

Viele Einzelunternehmer, Gründer und kleine Unternehmen entscheiden sich dafür, ihre gesamte Online Kommunikation einfach komplett über die Social Media Kanäle abzuhandeln, also Facebook, Instagram und Co.

 

Und das hat vor einigen Jahren vielleicht auch noch gut funktioniert. Schauen wir mal zurück, als Facebook vor über zehn Jahren die „Fanseiten“ eingeführt hat, konnten Unternehmern mit Posts über ihre Seiten tatsächlich einen Großteil ihrer Facebook-Fans bzw. Follower erreichen. Im Online Marketing Jargon sprechen wir hier von der "organischen Reichweite", die beschreibt, wieviele Fans ich als Unternehmer tatsächlich mit einem unbezahlten, also unbeworbenen Beitrag erreichen kann, indem mein Beitrag in den Newsfeeds meiner Fans auftaucht. 

 

Doch in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt seit der letzten großen Änderungen im Facebook-Algorithmus, ist diese organische Reichweite ganz dramatisch gesunken. Sie liegt mittlerweile bei rund 2 %. Dies liegt zum einen einfach an der Tatsache, dass immer mehr Inhalte erstellt und geteilt werden, viel mehr als jemals anzeiget und von den Facebook-Nutzern aufgenommen werden können. Zum anderen hat Facebook sich durch die letzte große Veränderung des Algorithmus bewusst dazu entschieden, wieder Beiträge von Familie und Freunden in den Vordergrund zu stellen, die möglichst viele zwischenmenschliche Interaktionen ermöglichen. Die unbezahlten Post von Unternehmen hingegen werden nun nachrangig in den Facebook-News der Benutzer angezeigt. 

 

Sollt Ihr Euch also gar nicht mehr auf Facebook & Co engagieren? Nein, ganz sicher nicht. Wenn Ihr aber einzig und allein Facebook für Eure Online Kommunikation nutzen wollt, müsst Ihr entweder mit geringer Sichtbarkeit leben oder für zusätzliche Reichweite auf Facebook bezahlen

 

Andere Social-Media-Portale wie Instagram oder Pinterest solltet Ihr für Euer Business auch auf dem Radar haben, diese können, genau wie Facebook, eine tolle und sinnvolle Ergänzung Euer Online-Kommunikation sein. Wichtig dabei, ist es, genau zu analysieren, auf welchen Kanälen sich Deine Zielgruppe tummelt und welche Netzwerke wirklich reichweitenstark in Deinem Bereich sind.

 

Mein Fazit: Social Media -  ja gerne, aber immer in Kombination mit Deiner eigenen Homepage! Der Mittelpunkt Deiner Online-Aktivitäten sollte immer Deine eigene Homepage sein. Diese bleibt unberührt von Social-Media-Trends, Algorithmen und anderen Einschränkungen, auf die Du keinen Einfluss hast. Nutze die geeigneten Social-Media-Kanäle smart, um Inhalte Deines Internet-Auftritts zu verbreiten und Besucher auf Deine Webseite zu bringen. Auf Deiner Homepage kannst Du wiederum für aktuelle Inhalte sorgen, in dem Du z.B. Deinen Instagram-, Twitter-  oder Facebook-Feed  einbettest.

4. Ich werde ja eh nicht gefunden!

Du glaubst, Du wirst mit Deinem Angebot sowieso nicht bei Google gefunden und wenn Du nicht auf der ersten Seite bei Google auftauchst  kannst Du es eh vergessen? Auch das Argument ist nicht ganz richtig. Natürlich muss man sich ein realistisches Bild von den möglichen Platzierung in den Suchergebnissen machen und ich werde Dir hier nicht das Blaue vom Himmel versprechen. Je allgemeiner Dein Suchbegriff ist, desto schwieriger wird es für Dich sein, zu diesem Suchbegriff gefunden zu werden. 

 

Hast Du zum Beispiel einen Friseursalon in Hamburg-Eimsbüttel, wirst Du nicht so bald auf der ersten Seite zum Suchbegriff "Friseur Hamburg" auftauchen. Vielleicht bist Du aber in Deinem Friseursalon auf eine besondere Technik wie z.B. Balayage spezialisiert, dann wirst Du sicher viel besser unter "Friseur Hamburg Eimsbüttel Balayage" gefunden. Je mehr Du eine bestimmte Nische bedienst, umso einfach kannst Du in dieser Nische auch gefunden werden. Überlege Dir also gut vorab, zu welchen Suchbegriffen Du gefunden werden möchtest und gehe hier wirklich ins Detail. 

 

Alle gängigen Homepage-Baukästen bieten Dir zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für die Suchmaschinenipotimierung (SEO) an, auch wenn diese sich teilweise leicht unterscheiden. Du kannst folgende Punkte beeinflussen: 

    • Die richtige Domain
    • Die für Deine Zielgruppe relevanten Keywords
    • Strukturierte Texte mit Überschriften und Unterüberschriften 
    • Seitentitel und Seitenbeschreibung
    • Meta-Tags für Bilder und Dateien, wie z.B. Alt-Texte, Bildunterschriften, Dateinamen usw 

Immer wieder empfehle ich meinen Kunden, bereits vor dem Erstellen Ihrer Homepage-Texte Ihre wichtigsten Keywords zu definieren, damit diese dann auch auf natürliche Arte und Weise an allen entscheidenden Stellen Ihrer Webseite auftauchen. Wenn Du die Keyword-Definition und die Suchmaschinenoptimierung gründlich vornimmst, wirst Du auch in Deiner Nische ordentliche Suchergebnisse erzielen. 

Ich hoffe, Du hattest Freude beim Auseinandernehmen der nächsten beiden Argumente gegen Deine eigene Homepage. Vielleicht hilft Dir der ein oder ander Punkt ja auch bei der nächsten Diskussion zum Thema "Homepage  - ja oder nein?" Lies hier den dritten Teil meiner Blog-Reihe!

 

Sehr gerne überzeuge ich Dich auch persönlich von den Vorteilen einer eigenen Homepage. Nimm Kontakt zu mir auf und wir lernen uns kennen!